Gemeindegründung



Wenn wir den offiziellen Statistiken der Kirchen und Gemeinden in unserem Land folgen, gehen ca. 77 Mio. Menschen in Deutschland nicht mehr zur Kirche – weder sonntags noch an kirchlichen Feiertagen. Das sagt nicht alles über den gelebten Glauben aus – zeigt aber, wie groß die geistliche Not in unserem Land ist.

Getrieben von dieser Not und von dem tiefen Wunsch nach Erweckung investieren wir uns als fegw auf verschiedene Weise in Evangelisation und Gemeindegründung. Unsere Sehnsucht ist es, dass so viele und so gesunde Gemeinden wie möglich in Deutschland aufgebaut werden.

Es gibt viele Wege, eine neue Gemeinde zu gründen. Der gesündeste und sicherste Weg ist das „Mutter-Tochter-Modell“. Jede fegw-Gemeinde sollte das Ziel haben, einer weiteren Gemeinde zur Geburt zu verhelfen. Fühlt sich eine einzelne Gemeinde überfordert, kann sie sich auch mit einer anderen Gemeinde zusammentun, um gemeinsam die Verantwortung für dieses Projekt zu tragen.

Ausbildung zum Gemeindegründer



Um Gemeindegründungen weiter zu fördern, bieten wir im fegw die „Ausbildung zum Gemeindegründer“ an.

Ein Mann oder eine Frau mit Berufung und Begabung zum Gründen einer Gemeinde durchläuft eine drei-jährige praxisbetonte Ausbildung in einer Ortsgemeinde mit dem konkreten Ziel, eine Tochtergemeinde zu gründen.

Die Ausbildung ist praxisorientiert und wird begleitet durch ein theoretisches Studium der Theologie mit B.A.-Niveau. Die Gemeindegründer-Lehre ist modular aufgebaut, d.h. dass sie individuell an die Vorkenntnisse, bzw. Erfahrungen des GG-Azubis angepasst werden kann.

Schwerpunkte der Ausbildung



 

 

Geistliches Leben

Jede Gemeindegründung ist in erster Linie ein geistliches Unternehmen. Somit hat auch die Entwicklung des geistlichen Fundaments des Gründers (Gebet, Hören auf Gott, Führung....) zentrale Bedeutung.

Beziehungen

Die praktische Arbeit einer Gemeindegründung besteht zum großen Teil im Aufbau, Unterstützen und Pflegen von tragfähigen Beziehungen. Der / die Auszubildende sollte es leicht fallen, mit unterschiedlichsten Menschen Beziehungen aufzubauen. Ebenso wird das ganze Projekt in „fördernde Beziehungen“ eingebettet werden (Mentoring, geistliche Begleitung, Pastorentreffs, Ermutigung...).

Kompetenzen

Im Laufe der drei Jahre soll der /die Auszubildende in folgenden Feldern praktische Erfahrungen sammeln können:

  • 1. Jahr: Praktische Dienste: Erfahrungen in Organisation, Büro, PR, Durchführung von Veranstaltungen, etc.
  • 2. Jahr: Leitungsdienste: Erfahrung in Gruppenleitung, Teamaufbau, Durchführung von Projekten, Förderung der strategischen Kompetenz, Leitung von Gottesdiensten etc.
  • 3. Jahr: Pastorale Dienste: Seelsorge, Predigtdienste, Gesprächsführung, Kasualien, kommunikative Fähigkeiten.

Diese Einteilung sollte nicht statisch verstanden werden, sondern an die jeweiligen Vorerfahrungen des / der Auszubildenden angepasst werden.

Ausbildende Gemeinden



 Gemeinden, in denen eine Ausbildung zum Gemeindegründer angeboten wird:

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      „Ich bin gerne in einem Gemeindewerk, das geprägt ist von gegenseitiger Anteilnahme und Fürsorge, bei dem Frauen und Männer miteinander im geistlichen  Dienst stehen.“
      Hans Mührmann